Biologische Wirtschaftsweise

Die biologische Landwirtschaft beachtet die natürlichen Kreisläufe zwischen Boden, Pflanzen und Tieren. Ihr Ziel ist es die Ressourcen der Erde effektiv zu nutzen und diese dabei nachhaltig zu bewirtschaften, damit sie für zukünftige Generationen erhalten bleiben.

Boden:
Um den Boden zu ernähren und zu nutzen werden organische Düngermittel (zB: Mist, oder Kompost) verwendet und die Düngekreisläufe eingehalten. Die Sortenvielfalt und die Fruchtfolge sind besonders wichtig, um die Fruchtbarkeit des Bodens zu gewährleisten.

Pflanzen:
Schädlinge werden nicht mit den in der konventionellen Landwirtschaft üblichen chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln bekämpft. Unkräuter werden mechanisch entfernt. Nützlinge werden gefördert (Hecken gepflanzt, Nistplätze eingerichtet) und so zur Schädlingsregulierung eingesetzt. Oder es werden natürliche Mittel verwendet, wie zum Beispiel Öle.

Tiere:
In der biologischen Landwirtschaft werden alle Tiere artgerecht gehalten. Krankheiten sollen schon dadurch vorbeugend verhindert werden. Die verwendeten Futtermittel müssen ebenfalls biologisch sein und werden hauptsächlich im eigenen Betrieb erzeugt.

Die Anzahl der Tiere steht in einem gesunden Verhältnis zur Bodenfläche, auf die der Dünger ausgebracht wird.

Die Tiere haben ausreichend Weidegang und Auslauf. Bei Krankheit werden die Tiere mit naturgemäßen Heilverfahren (zB Homöopathie) behandelt. Die Vergabe von anderen Tierarzneimitteln wird streng überwacht.

Gentechnik:
Genetisch veränderte Organismen werden in der biologischen Landwirtschaft auf keiner Stufe der Erzeugung (inklusive Futtermittel) eingesetzt.

Zusatzstoffen:
Ein Bio-Produkt muss zu 100% aus biologischer Landwirtschaft stammen. Ausnahmen (bis zu 5% der Zutaten) gibt es nur für Rohstoffe, die nicht in biologischer Herstellungsweise erhältlich sind. In der Weiterverarbeitung sind nur einzelne in der Bio-Verordnung aufgelistete Zusatzstoffe erlaubt. (zB Pektin als Geliermittel).- Geschmacksverstärker oder syntetische Farbstoffe sind verboten.

Kontrollen:
Sowohl Bio-Bauern als auch Bio-Lebensmittelhersteller werden durch unabhängige Kontrollstellen genauestens kontrolliert.

www.ernte-steiermark.at
www.bio-austria.at
   
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